Hund Anspringen abgewöhnen?

Wie gewöhne ich meinem Hund das Anspringen ab? Wieso springt der Hund einen Menschen an?
Kurz – das Abgewöhnen erfolgt durch die richtige Hundeerziehung. Springen ist bei einem Welpen ein natürliches Verhalten. Ein Welpe springt seine Mutter und andere Rudelmitglieder an. Er will damit die Aufmerksamkeit der anderen Hunde gewinnen. Damit das klappt ordnet er sich gleichzeitig unter und leckt den erwachsenen Tieren die Lefzen. Wäre der Welpe ein Wolf, würde die Mutter nun Essen hervorwürgen. Das lecken der Lefzen bleibt auch bei einem Erwachsenen Hunden erhalten, um andere Hunde zu begrüßen. Sie zeigen dabei Ihre Friedfertigkeit. Deswegen möchte der Hund natürlich auch gerne die Lefzen seines Menschen lecken. Dabei hat er das Problem, dass der Mund des Menschen einfach für ihn zu hoch ist. Oft findet man es bei Welpen noch süß, wenn sie angesprungen werden. Ist der Labrador keine 12 Wochen mehr, sondern vielleicht drei Jahre und seine Pfoten liegen zur Begrüßung auf den Schultern ist es nicht mehr ganz so süß. Junghunde nutzen das Anspringen auch gerne, um sich mit anderen Halbstarken zu messen.

Wie gewöhnt man das Anspringen wieder ab?
Es sollte so früh wie möglich angefangen werden, einen Hund das Anspringen abzugewöhnen. Es freut sich nicht jeder darüber, wenn er von einem Hund freudig zur Begrüßung angesprochen wird.

Wenn der Hund freudig zur Begrüßung anspringt, dreht man sich weg. Natürlich darf der Hund freudig begrüßt werden, aber erst, wenn er sich beruhigt hat und nicht mehr springt. Solange der Hund noch freudig springt, darf er nicht beachtet werden, gar nicht, also kein Ansprechen, kein Ansehen und kein Anfassen.

Wichtig dabei ist, wenn versucht wird, den Hund mit Kommandos wie: „nein“ oder „aus“ zu beruhigen, ist auch dies eine Kontaktaufnahme. Damit erzielt der Hund, was er will, Aufmerksamkeit, also absolut keine Reaktion bis der Hund sich beruhigt hat.

Nicht zu hart vorgehen
Der Hund verhält sich so, wie es in seiner Art liegt. Deswegen nie Strafen, immer positiv arbeiten, schließlich soll er nicht für ein im Rudel richtiges und wichtiges Verhalten bestraft werden, denn mit anderen Hunden ist es ein positives Verhalten, die Lefzen zu lecken.

Eine Alternative bieten:
Der Hund sollte das Kommando sitz sowieso lernen. Am besten per Kommando und per Zeichen. Bekommt er das Kommando immer, wenn sich der Hund beruhigt hat und wird dann positiv bestätigt, beispielsweise mit einer freudigen Begrüßung seitens des Menschen, wenn er brav sitzt. Je nach Temperament wird der Hund früher oder später sitz machen, wenn es um eine Begrüßung geht. Je älter der Hund ist, je mehr Zeit muss man sich und dem Hund für einen Erfolg geben.